Liebe Lesende,
auch das FARN-Team erlebt die Hitze als Auswirkung der Klimakrise hautnah mit. Das überhitzte Büro wird gegen das (unmerklich) kühlere Homeoffice getauscht, Reisen zu Workshops verzögern sich, manche Veranstaltungen werden gleich ganz verschoben. Erträglicher war es für diejenigen, die ihren Urlaub in Wassernähe verbrachten. Und damit sind wir noch in einer privilegierten Position. Viele Menschen können sich weder Urlaub leisten noch haben sie Zugang zu kühleren Räumen im Alltag. Von den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise in Ländern des Globalen Südens ganz zu schweigen.
Die Bundesregierung jedoch sieht Klimaschutz in erster Linie als Bedrohung für die Wirtschaft. Die hohen Temperaturen werden als Wetterphänomen bezeichnet, gegen das man machtlos sei und das wieder vorbeigehe. Dass in einer Woche im Juni 2026 schon fast so viele Menschen an Hitzefolgen starben, wie im gesamten Sommer 2018 wird schulterzuckend hingenommen.
Mittlerweile fordert Umwelt-Staatssekretär Flasbarth einen Hitzeaktionsplan. Von einem "sehr passablen Klimaschutzprogramm" der Bundesregierung, von dem er spricht, kann allerdings keine Rede sein. Das überarbeitete "Heizungsgesetz" sieht nun vor, dass auch nach 2045 noch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden dürfen, das für 2035 auf EU-Ebene anberaumte Verbrenner-Aus wurde maßgeblich aus Druck von Deutschland gekippt und Friedrich Merz sprach sich dafür aus, den europäischen CO₂-Emissionshandel zu verlangsamen.
Um bei den hohen Temperaturen und den schlechten Nachrichten nicht den Mut zu verlieren, empfehle ich nochmal unseren Podcast über Zuversichtserzählungen in Zeiten der Krise. Und bei unserem kommenden Fachtag am 11. November in Halle (Saale) wollen wir erprobte Ansätze diskutieren, die zeigen, wie Bildungsarbeit den Mut zur Transformation fördern kann
Der nächste Newsletter erscheint Mitte September.
Hinweise dafür an newsletter@nf-farn.de.
Viele Grüße
Florian für das FARN-Team
Online-Veranstaltungsreihe: Kritisch. Achtsam. Transformativ.
Umweltbildung ist vielfältig: Sie reicht von Naturverbindungsarbeit und Klimabildung bis hin zu Natur- und Waldpädagogik. Doch so unpolitisch manche Formate zunächst wirken mögen – in der Praxis sind Fragen nach Teilhabe, Inklusion, Diversität und Macht immer mit im Spiel.
Unsere fünfteilige Online-Veranstaltungsreihe nimmt diese Fragen in interaktiven Workshops in den Blick. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie sich Umweltbildung gegen demokratiefeindliche und verschwörungsideologische Vereinnahmung behaupten lässt und wie Bildungsformate diversitätssensibel gestaltet werden können.
Hier geht es zu den einzelnen Veranstaltungen und der Anmeldung.
Mut zur Transformation – Wie Bildung Klimawandelleugnung, Angst und Spaltung begegnen kann
11. November 2026, Halle (Saale)
Der Klimawandel ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung. Antidemokratische und verschwörungsideologische Akteur*innen leugnen den menschengemachten Klimawandel, stellen die Notwendigkeit von Klimaschutz infrage und nutzen Ängste und Unsicherheiten für ihre politischen Zwecke.
Auf unserem Fachtag wollen wir diese Einflussnahmen in den Blick nehmen und gemeinsam diskutieren, wie Bildungsarbeit den Mut zur sozial-ökologischen Transformation stärken kann. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen pädagogischer Fachkräfte aus der Klima- und Umweltbildung sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Hier entlang zur Übersicht und Anmeldung.
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Szenario: Sachsen-Anhalt in den Händen der AfD | Amadeu Antonio Stiftung
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Demografie | Podcast bpb
15. August 2026, 13:00, Kommune Schafhof, St. Peter
Ökologie von rechts | FARN-Workshop
21. August 2026, 19 Uhr, Grimma
Die extreme Rechte und Menschenfeindlichkeit im Natursport | FARN-Workshop
28. August 2026, 18:30, Quedlinburg
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Handreichung "Das Neutralitätsgebot für Mitarbeitende von Verwaltung und Behörden" | Kulturbüro Sachsen