Jump to navigation

Startseite

Suchformular

  • Über FARN
    • Presse
      • FARN in den Medien
    • Referenzen
    • Transparenz
    • Kontakt
    • Spenden
  • Angebote
    • Bildung
    • Beratung
    • Qualifikation
      • Qualifikation zur FARN-Trainer*in
  • Projekte
    • Jugendverbände für Demokratie im Umweltschutz
    • Region im Wandel (RiWa)
    • Kritische Umweltbildung (KUBI)
    • Veränderung ist Mehr wert!
    • FARN-Hochschulseminar
    • FARN-Hochschulumfrage
    • Archiv
      • Regionale Netzwerke für Demokratie und Umweltschutz
      • Lernwerkstatt gegen Klimawandelleugnung und rechtsradikale Ökologie
      • Kein Blattbreit der Rechten
      • NaturSchutzRaum
  • Medien
    • Bibliothek
    • FARN-Publikationen
    • Podcast
    • Glossar
    • Downloads
      • Sharepics
  • Aktuelles
    • Nachrichten vom rechten Rand
  • Veranstaltungen

Sie sind hier

  1. Startseite

Nachhaltige Entwicklung und Dekolonialisierung des Wissens: kurze Anmerkungen zur BNE

13.03.2024

Überblick über BNE

Mit der Idee der Gestaltung einer friedlichen und nachhaltigen Gesellschaft haben die Vereinten Nationen 2015 die globale Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet. Darin finden sich 17 Ziele, die zusammenfassen, in welchen Bereichen eine nachhaltige Entwicklung gestärkt und festgesetzt werden soll (BNE-Portal 2023). Die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bildet den Wertekern des Bildungsziels 4 und ist in Teilziel 4.7 näher erläutert:

„Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“ (UNESCO 2022)

Mit BNE ist eine Bildung gemeint, die den Menschen zu einem zukunftsfähigen Denken und Handeln befähigt und dadurch den Individuen ermöglicht, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt und in der Welt besser zu verstehen. Im Sinne des Konzeptes ist eine Entwicklung nachhaltig, wenn Menschen weltweit im Gegenwärtigen und Zukünftigen ein würdevolles Leben führen und ihre Bedürfnisse und Talente entfalten können unter der Berücksichtigung der planetaren Grenzen (BNE-Portal 2023).

Eine andere Form der Definition von BNE beschreibt Rieckmann. Demnach soll die BNE „die Individuen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit einer nachhaltigen Entwicklung und mit der Komplexität der Unsicherheit sowie den Widersprüchen, die mit ihr verbunden sind, sowie zu einer aktiven Gestaltung der Prozesse einer nachhaltigen Entwicklung befähigen“ (Rieckmann 2017, S. 150 f.).

Es werden drei Dimensionen in den Fokus genommen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Sie sollen gleichwertig betrachtet werden und dabei die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und die intergenerationale Gerechtigkeit als Ziele verfolgen (vgl. Brosi 2021, S. 3). Die Gestaltungskompetenz gilt als eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen der BNE im deutschsprachigen Raum. Mit ihr wird die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über eine sogenannte nachhaltige Entwicklung anzuwenden und Probleme von „nicht nachhaltiger Entwicklung“ erkennen zu können (Brosi 2021, S. 3).

Prinzipiell stellt BNE Konzepte und Ziele dar, die wichtige Herausforderungen und Bedürfnisse der Gegenwart und der Zukunft ansprechen, doch diese haben sich in historisch gewachsenen kolonialen und rassistischen Strukturen und Praktiken verankert: also in Systemen der Ausbeutung und imperialen Lebensweisen. Mignolo (2012) fordert in diesem Rahmen eine Dekolonisierung des Wissens, Denkens und Seins, um eurozentristische Erkenntnistheorien und Perspektiven zu dekolonisieren. Die Auseinandersetzung mit dem Thema aus einer machtkritischen Perspektive zeigt, dass die Bildung, die unsere Beziehung zu anderen Menschen und zur Umwelt radikal verändern möchte, sich für viele andere Stimmen und Weltansichten öffnen muss. Denn die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eurozentrisch und hat als Grundlage Richtlinien, die aus hegemonialen Institutionen, wie etwa der UNO stammen. Dies bestätigt sich zum Beispiel durch die zwei zentralen Begriffe der BNE, Nachhaltigkeit und Entwicklung, die aus einer dekolonialen Betrachtungsweise[1] hinterfragt werden.

 

Entwicklung

Entwicklung wird oft als etwas Positives und Erstrebenswertes gesehen: Eine stärkere Wirtschaft, mehr Technologie, bequemere Häuser, schnellere Verkehrsmittel, mehr Zugang zu unterschiedlichen Gütern und höhere Niveaus globaler Kommunikation sind Ziele von vielen Menschen und Regierungen. Jahrelang (seit dem Beginn des europäischen Kolonialismus, aber vor allem seit der Industriellen Revolution) verbreitete und institutionalisierte sich die Idee, dass Menschen und Länder den Fortschritt vorantreiben sollten. Je mehr Fortschritt, je mehr Entwicklung, desto erfolgreicher und glücklicher die Person oder die Bevölkerung. Dieses Konzept basiert auf dem kapitalistischen und rassistischen System, in dem die „Kommodifizierung aller Lebensbereich und sogar der Natur“ stattfindet (Wahren 2016, S. 12), und auf dem europäischen Wissenschaftsmodell.

Da so viele Menschen Entwicklung als positiv und wünschenswert empfinden, sagen wir, dass der Begriff eine hegemoniale Idee darstellt. Sie wird breit angenommen und wiederholt. Die sogenannte Entwicklung ist aber kein natürliches Konzept, sondern eine menschliche Erfindung. Es gibt Gruppen, die andere Maßstäbe und Ziele haben, um „Erfolg“ und „Glück“ zu evaluieren und zu erreichen. Diese Perspektiven werden aber durch die hegemoniale Ansicht zum Schweigen gebracht und allmählich vergessen.

Die Institutionalisierung der Entwicklung fand 1949 mit der Rede von Harry Truman statt, als er sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten antrat. Bei dieser Gelegenheit etablierte er den Begriff der „Unterentwicklung“, „in einem Kontext, indem er das, was er selbst als ‚alten Imperialismus‘ bezeichnete, hinter sich ließ, um in eine neue Phase der kapitalistischen Expansion einzutreten, in der diese Nation ihre Hegemonie zu konsolidieren suchte“ (Mota/ Sandoval 2016, S. 90). Die „Unterentwicklung“ bestimmter Länder wurde ab diesem Moment ausgenutzt, um Interventionen mittels technischer und finanzieller „Unterstützung“ der sogenannten „entwickelten Länder“ zu rechtfertigen. Deswegen sehen Theoretiker*innen der dekolonialen Studien die „Entwicklung“ als eine Kontinuität des Kolonialismus. Die Konzepte „Entwicklung“ und „Unterentwicklung“ wurden benutzt, um die Geschichte der Kolonialländer zu legitimieren. Die Konzepte „wurden als Diskurs und als vorherrschende Politik vom Globalen Norden allen anderen Ländern der Welt aufgezwungen und sind spezifische Begriffe einer Vorstellung der Dominanzgesellschaft, die davon ausgeht, dass die Entwicklung unbegrenzt weitergehen kann“ (ebd., S. 98) .

Die Idee der Entwicklung wird aus einer dekolonialen Perspektive kritisiert, weil sie ein Werkzeug des kolonialen Systems ist, das im 21. Jahrhundert fortgeführt wird und eine spezifische Weltansicht darstellt, die als einzige und einwandfrei wahrgenommen wird. Laut dieser Weltansicht ist das ökonomische Wachstum für alle Länder verpflichtend. Diese werden durch das Bruttoinlandsprodukt miteinander verglichen. Die Bevorzugung der Wirtschaft lässt andere Lebensweisen in den Hintergrund rücken. Das Verschwinden anderer Weltansichten kann als epistemische Gewalt verstanden werden (Lang 2021, S. 139), das heißt, dass das Wissen anderer Bevölkerungen und andere Arten des gesellschaftlichen Lebens entweder zerstört oder vergessen werden. Weiterhin kritisieren die dekolonialen Theoretiker*innen die Entwicklung, weil in dem System des ständigen Wirtschaftswachstums die Natur in erster Linie als Ressource gesehen wird.

 

Nachhaltige Entwicklung

Die Idee der Nachhaltigkeit ist eine Folge der Feststellung der Verbindung zwischen der Entwicklung und der Naturzerstörung. Nachhaltigkeit war erstmals 1972 das zentrale Thema der Weltumweltkonferenz in Stockholm (Mota/Sandoval 2016, S. 91). Doch löste die neue Politik die Probleme nicht: Die „nachhaltige Entwicklung“ ist eine „Zauberformel, um semantisch das Unvereinbare und das Unhaltbare zu vereinbaren […]. Die Vorstellung einer unbegrenzten Expansion, die sowohl dem Begriff des Wachstums als auch dem des Fortschritts und der ‚Entwicklung‘ zugrunde liegt, ist charakteristisch für das idealtypische Subjekt des modernen Kapitalismus“ (Lang 2021, S. 137). Hierdurch sehen die dekolonialen Autor*innen die „nachhaltige Entwicklung“ nicht als Lösung, sondern als die Vortäuschung einer Lösung (ebd.). Denn die Wirtschaft bleibt zuungunsten der Umwelt das Wichtigste (Mota/Sandoval 2016, S. 94). Demgemäß wird vorgeschlagen, dass nachhaltig produziert und konsumiert wird, aber nicht, dass die Produktion und der Konsum aufhören sollte (Wahren 2016, S. 14).

Der Indigene Vordenker Ailton Krenak ist ein großer Kritiker der aktuellen Verwendung des Begriffes Nachhaltigkeit. Seiner Meinung nach hat das Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“ schädliche Auswirkungen auf das Leben aller Wesen (Diversidades USP 2022, 01:40:33). Denn hinter der Vorstellung der „nachhaltigen Entwicklung“ bleibt die Überzeugung, dass die Erde etwas ist, das wir konsumieren dürfen. Laut Krenak wurde der Mythos der Nachhaltigkeit von den Großunternehmen und neoliberalen Regierungen schnell und opportunistisch aufgegriffen und hat sich verbreitet. Es ist ein Mythos, der nicht bestätigt werden muss, der aber das Potenzial hat, Ressourcen und Aktionen zu bewegen (ebd., 00:25:37). Diese mächtige Wirkung zeigt sich zum Beispiel in dem institutionellen Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es handelt sich um eine Bildung, die den hegemonialen Anspruch der Entwicklung aufrechterhält. Indem sie das Siegel der Nachhaltigkeit beansprucht, stellt sich diese Bildung als emanzipatorisch und zukunftsorientiert dar. Sie schließt jedoch weiterhin dieselben Akteur*innen (und ihr Wissen) aus, deren Ausgrenzung und Ausbeutung die Grundlage für die gegenwärtig ungleiche Gesellschaft und ihre ökologische Krise sowie die Klimakrise bilden.

BNE hat wichtige und sinnvolle Prämissen, und ihre handlungsorientierte Logik kann junge Menschen empowern, um eine bessere Zukunft zu gestalten, besonders wenn sie kritisch-emanzipatorisch ausgerichtet ist. Sie ist jedoch zu kritisieren, weil sie sich Werkzeugen und Konzepten bedient, mit denen eine sozialökologisch transformierte, gerechte Gesellschaft nicht zu erreichen ist. Eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Weltansichten, Theorien und Vorschlägen kann in diesem Sinn ein effizienter Weg sein, um neue Umgangsformen mit der Welt zu lernen.

Im Hinblick auf die Vorstellung einer sozial-ökologischen Transformation ist auch das Bildungskonzept der Global Citizenship Education (GCE) nennenswert, das derzeit vor allem im anglo-amerikanischen Raum präsent ist (Sant et al. 2018). Es setzt sich mit kolonialen und rassistischen Verhältnissen der Gesellschaft auseinander und baut diese in Bildungsprozesse mit ein. Anstatt Inhalte zu vermitteln und Kompetenzen zu erwerben, geht es bei dekolonialer Bildung im Rahmen einer GCE um einen kreativen und gestalterischen Umgang mit Vielfalt, Pluralität, Komplexitäten, Paradoxien, Ambivalenzen und Unsicherheiten. Dabei soll vermieden werden, in Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht zu geraten (Andreotti 2021, S. 12 f.).

Bereits seit einigen Jahren organisieren feministische Frauen* in Lateinamerika eine Bewegung zur Verteidigung des Lebens. Diese Bewegung lehnt das eurozentristische Verständnis von Entwicklung als eine Bedrohung des Lebens ab und fordert eine „Umorientierung in Richtung Degrowth“ (Lang 2021, S. 132, 134). Darüber hinaus fordern Indigene Akteur*innen, wie beispielsweise David Coquehuanca, die Menschheit auf, die Modelle von Produktion und Konsum zu verändern und eine Beziehung zur Natur herzustellen, die sich von der Logik des Marktes, der Moderne und der Entwicklung entfernt (Wahren 2016, S. 16). Für diese Gruppen ist ein neues Modell der Entwicklung keine Lösung. Ganz im Gegenteil – es ist dringend notwendig, Alternativen für die Entwicklung zu finden. Eine Bildung, die frei von alten hegemonialen Konzepten ist, könnte dazu bedeutsam beitragen.

 

Literatur und Quellen

Andreotti, V. (2021): Depth education and the possibility of GCE otherwise. Globalisation, Societies and Education, 19(4), S. 496–509.

BNE-Portal (2022): Was ist BNE? Online: https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/was-ist-bne/was-ist-bne.html

Brosi, A. (2021): Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – Stand der Beziehung. Online: https://transfer-politische-bildung.de/fileadmin/user_upload/Fotos/Transfermaterial/Brosi_2021_Polbil-und-BNE-Stand-der-Beziehung.pdf

Diversidades USP (2022, 19. August): Diversidades e Inclusão Social – Aula Extra – Mod. I DH – Mito da Sustentabilidade – Krenak. Online: https://www.youtube.com/watch?v=rirmTovEors

Laclau, E./Mouffe, C. (1991): Hegemonie und radikale Demokratie. Zur Dekonstruktion des Marxismus. Wien: Passagen Verlag.

Lang, M. (2021): Simulación e irresponsabilidad: el ´desarrollo´frente a la crisis civilizatoria. Miradas críticas desde los feminismos y el pensamiento decolonial sobre los Objetivos de Desarrollo Sustentable y la erradicación de la pobreza. Gestión y Ambiente 24 (supl. 1). S. 131–152.

Mignolo, W. (2012): Epistemischer Ungehorsam. Rhetorik der Moderne, Logik der Kolonialität und Grammatik der Dekolonialität (aus dem Spanischen übersetzt von J. Kastner & T. Waibel) (Original erschienen 2006: Deconialidad del ser y del saber). Wien: Verlag Turia + Kant.

Mota, L./Sandoval, E. (2016): La falacia del desarrollo sustentable, un análisis desde la teoría decolonial. Iberoamérica Social: revista-red de estudios sociales, VI, S. 89–104.

Rieckmann, M. (2017): Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Großen Transformation – Neue Perspektiven aus den Buen-Vivir- und Postwachstumsdiskursen. in: Emden, O./Jakubczyk, U./Kappes, B./Overwien, B. (Hrsg.): Mit Bildung die Welt verändern? Globales Lernen für eine nachhaltige Entwicklung. Berlin/Toronto, S. 147–159.

Sant, E./Davies, I./Shultz, L./Pashby, K. (2018): Global citizenship education. A critical introduction to key concepts and debates. London, England: Bloomsbury Academic.

UNESCO (2022): Bildung für nachhaltige Entwicklung. Online: https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung

Wahren, J. (2016): La naturaleza en disputa en América Latina: la encrucijada civilizatoria entre el „desarrollo“ y el „buen vivir“ desde una mirada decolonial. Revista de Geografia. V. 33, No 3, S. 6–28.

 

[1]Die dekoloniale Theorie hat ihren Ursprung in Lateinamerika und beruht auf dem Grundsatz, dass die Moderne aus der Kolonisierung entstand, welche Europa zum weltweiten Machtzentrum machte. Die Kolonialzeit wiederum endete nicht, sondern dauert bis in die Gegenwart an. Daher kommt die Vorstellung, dass wir seit dem 15. Jahrhundert in der Modernität/Kolonialität leben. Dekoloniale Denker*innen wenden sich von der wissenschaftlichen Produktion des Globalen Nordens ab und produzieren aus einer südlichen Perspektive neues Wissen. Zu den wichtigsten Autor*innen der dekolonialen Theorie gehören Enrique Dussel, Aníbal Quijano und Walter Mignolo.

 

Leandra Postay und Sarah von Wintzingerode

Dr. Leandra Postay ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet als Bildungsreferentin bei der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN).

Sarah-Luise von Wintzingerode ist Erziehungswissenschaftlerin und arbeitet als Referentin für Beratung und Dokumentation bei der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN).

 

Dieser Artikel ist Teil unserer Handreichung Die extreme Rechte und Menschenfeindlichkeit in der Umweltbildung.

Verwandte Artikel

  • Anastasia-Bewegung - ein (un-)politisches Siedlungskonzept?

    Die Ende der Neunzigerjahre in Russland entstandene Anastasia-Bewegung verknüpft Esoterik mit ökologischen Ansätzen. Kern der Bewegung ist die Besiedlung ländlicher Räume und die Gründung von sogenannten Familienlandsitzen, deren Fokus auf der Selbstversorgung von Familien liegt. In den Büchern des...Weiterlesen
  • Argumentationsstrategien der Neuen Rechten im Kontext ökologischer Bildung

    Cover der Bachelorarbeit
    © FARN
    Bachelorarbeit von Jonas Duhme (Bielefeld, 2018) Die Bachelorarbeit untersucht die ideologischen Wurzeln des Naturschutzes in Deutschland und zeigt, dass es auch heute ratsam für Akteur*innen der Natur- und Umweltschutzverbände ist, sich mit der Thematik des Rassismus und seinen Ausprägungen im...Weiterlesen
  • Inklusiv oder exklusiv?

    Einkaufszentrum mit Text: "Geringverdienende und Arbeitslose sind die wahren Öko-Held*innen."
    © Mike Mike auf Pixabay
    Die Postwachstumsbewegung zwischen Elite und Ideal Das Ideal vom Wirtschaftswachstum geht auf die Zeit der Industrialisierung zurück, in der Entwicklung und Wachstum fast dasselbe bedeuteten: Fortschritt. Was aber geschieht in einer Gesellschaft, in der deutlich wird, dass die Ressourcen endlich...Weiterlesen
  • Tiere schützen, Menschen töten?

    ein Kinde füttert einen Affen
    © christiankarg/pixabay
    Wie der australische Philosoph Peter Singer „Euthanasie“ mit „Tierrechten“ und „Anti-Speziesismus“ verbindet Die „Tötung eines behinderten Säuglings“, behauptet der australische Philosoph Peter Singer sei „nicht moralisch gleichbedeutend mit der Tötung einer Person. Sehr oft ist sie überhaupt kein...Weiterlesen
  • Weniger Klimawandel durch weniger Menschen?

    Afrikanische Frau, Texttafel: Bevölkerungspolitik ist keine Klimaschutzmaßnahme
    © Naturfreundejugend Deutschlands
    Wer davon spricht, dass die Erde „überbevölkert“ sei, sagt damit zugleich, dass es zu viele Menschen gebe. Doch welche Menschen sind zu viel? Wer bestimmt die Kriterien dafür? Und welche Maßnahmen folgen aus einer solchen These? Die Forderung nach Bevölkerungskontrolle lässt sich wieder ...Weiterlesen
  • Rassismus und Klimawandel

    © Óglaigh na hÉireann/Flickr
    Der Widerspruch zwischen den öffentlich verlautbarten Bekenntnissen zu Klimazielen und der Realität klafft immer weiter auf. Die OECD prognostizierte 2018 eine Verdoppelung des Rohstoffverbrauchs bis 2060 von 90 auf 167 Gigatonnen ebenso wie eine Verdoppelung des CO2-Ausstoßes. [1] Gleichzeitig...Weiterlesen
  • Dasselbe in Grün: Warum Naturschutz keine neuen Kolonialherr*innen braucht

    Porträt altere Baka-Frau mit Zitat "Wir wissen, wann und wo die Wilderer im Wald sind. Aber niemand hört uns zu.“
    © Survival International
    Nur wenige Menschen auf der Welt haben eine so enge Beziehung zu Waldelefanten wie die Angehörigen der Baka, eines indigenen Volkes, das seit Generationen vom Jagen und Sammeln im Regenwald des Kongobeckens lebt. Sie unterteilen die Elefanten in mehr als 15 verschiedene Typen je nach Alter,...Weiterlesen
  • „Naturschutz ist Heimatschutz“ – völkischer Rechtsextremismus im Naturschutz

    Maibaum
    © Awaya Legends/Flickr
    Wer das eigene Leben nach ökologisch-nachhaltigen Idealen gestaltet, fühlt sich möglicherweise im „Beton der Metropolen“ unwohl und lebt lieber auf dem Land. Um das als zerstörerisch empfundene kapitalistische Wirtschaftssystem zu ertragen, isst man Bio, regional und saisonal; am besten baut frau...Weiterlesen
  • Mythos deutscher Wald

    © NF-Archiv
    Wer sich dieser Tage mit neu-rechten-Strömungen in Deutschland und Europa auseinandersetzt, kommt nicht umhin, sich auch mit der Identitären Bewegung (IB) zu beschäftigen. Die IB ist eine rechtsextreme Jugendbewegung. Ihre Ziele: sichere Grenzen, „Remigration“ und die Reinheit der Kulturen. Ihr...Weiterlesen
  • Heimat

    © Naturfreundejugend Deutschlands
    „Deine Heimat ist das Meer Deine Freunde sind die Sterne Deine Sehnsucht ist die Ferne Und nur ihnen bist du treu – ein Leben lang“ (Lolita, 1960) „Die Welt, die fremde, lohnt mit Kränkung, Was sich, umwerbend, ihr gesellt; Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, Die sind das Glück und sind die...Weiterlesen
  • Das Fremde und das Eigene

    Aufkleber der Identitären Bewegung mit der Aufschrft "Re-Migration statt Asylwahn"
    © Naturfreundejugend Deutschlands
    Neobiota: Instrumentalisierung und Verantwortung Kaum eine Debatte im Naturschutz bietet so viele Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Ideologien wie die um das Vorhandensein von und den Umgang mit Neobiota in Deutschland. Und nirgendwo sonst ist es so schwierig für engagierte Naturschützer*innen,...Weiterlesen
  • Naturgesetz

    Frau zeigt auf am Himmel fliegenden Vogelschwarm
    © Naturfreundejugend Deutschlands
    Ein Leben im Einklang mit der Natur ist eine immer wiederkehrende Forderung in der Ökologiebewegung. Dieser Tage hört man sie wieder besonders oft. Der Klimawandel, die Ressourcenübernutzung und der Verlust von Biodiversität lassen zurecht Zweifel aufkommen am Menschen und seinem Wirken in der Welt...Weiterlesen
  • Hambacher Wald: Querfrontangebote von Rechts

    Hand hält Schild mit Text: "Wir brauchen Wald. #hambi bleibt"
    © NaturFreunde Bielefeld
    Die Auseinandersetzung um die Rodung des Hambacher Waldes stößt auch bei Rechtsextremen auf großes Interesse bis hin zu Solidaritätsbekundungen für die Aktivist*innen. Zunächst die gute Nachricht: Hambi bleibt! Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 5. Oktober 2018 über einen...Weiterlesen
  • Die Mär von der Überbevölkerung

    Straßenszene mit vielen Menschen
    © Magnus Manske/Wikimedia (CC BY-SA2.0)
    Gibt es zu viele Menschen auf der Erde? Und falls ja, wo? Lässt sich der Klimawandel überhaupt noch aufhalten, wenn wir (beziehungsweise die anderen) immer mehr werden? Diese Fragen sind alles andere als neu und doch hochaktuell. Sowohl in rechten Kreisen als auch teilweise in den Umwelt- und...Weiterlesen
  • Felix Menzel ist ein Schnabeltier

    Foto mit Yannick Noé (Arcadi), Felix Menzel (Blaue Narzisse) und Sven Kachelmann (JA-Landesvorsitzender)
    © ENDSTATION RECHTS.Bayern
    Im Juli sprach Felix Menzel, Chefredakteur des neurechten Magazins „Blaue Narzisse“, auf dem Konservatismus-Kongress der Jungen Alternativen Bayern über Europa- und Wirtschaftspolitik. Zu Beginn seines knapp einstündigen Vortrages mit dem Titel „Warum das ‚Dagegen sein‘ nicht reicht“ kritisiert...Weiterlesen
  • Wenn die „Art“ zur Ideologie wird

    Foto Wald im Nebel mit Zitat der Partei "Der III. Weg": "Ohne eine umweltfreundliche Politik ist jedes Volk in seiner Substanz gefährdet."
    © NATURFREUNDiN 2-2018/C. Barbalis/Unsplash
    Ein kleiner Überblick über Grundzüge des rechtsextremen Weltbildes Umwelt und Natur sind zentrale Elemente des rechtsextremen Weltbildes. Rechtsextreme begreifen sich als Naturschützer, zumindest was ihre ideologische Haltung und oft auch ihre Lebensweise betrifft. Die Begriffe Natur, Umweltschutz...Weiterlesen
  • Grünes Engagement von Rechts

    Foto Schlucht im Nebel mit Titel: "Grünes Engagement von Rechts"
    © NATURFREUNDiN 2-2018/Little Visuals/Pexels
    Wie die Neue Rechte den Umweltschutz als Thema entdeckte – und warum „Der Schutz der Heimat, die Erhaltung der kulturellen Vielfalt in Deutschland und Europa, und auch die Liebe zum Eigenen schließen Natur und somit den Naturschutz aus meiner Sicht automatisch ein. Das Bekenntnis zur Heimat und so...Weiterlesen
  • Presseschau: Wie Ökologie von Rechten vereinnahmt wird

    Feld und Bäume im Nebel mit Zitat aus "Umwelt & Aktiv": "Wir werden nicht länger jenen Menschen das Thema Umweltschutz und Naturschutz überlassen, denen garnichts an der Heimat liegt."
    © NATURFREUNDiN 2-2018/N. Durbaum/Unsplash
    Wochenzeitungen, Parteiorgane, Blogs: Der Umweltschutz spielt eine große Rolle Glaubt man den Medien der extrem Rechten, spielt der Schutz von Umwelt, Tieren und Ressourcen in ihrer Politik eine wichtige Rolle. Zum Beispiel, wenn es um Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat geht. Die NPD-Parteizeitung...Weiterlesen
  • Rechte Bewegungen und Agrarpolitik

    Foto von der "Wir haben es satt"-Demo 2018 mit Frontbanner und demonstrierenden Menschen
    „Wir haben es satt“-Demo formuliert klares „Nein“ gegen Rassismus Seit 2011 findet jedes Jahr im Januar in Berlin die „Wir haben es satt“-Demo statt. Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittelhandwerker*innen, Natur-, Umwelt- und Tierschützer*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, junge Menschen,...Weiterlesen
  • ‹ vorherige Seite
  • 5 von 5
  •  
  • Spenden
  • Downloads
  • Presse
  • NaturFreunde Deutschlands
  • Naturfreundejugend

Eine gemeinsame Fachstelle der

Logo der NaturFreunde Deutschlands
Naturfreundejugend Logo

 

Logo der Initiative Transparente Zivilgesellschaft
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Transparenz
  • Presse
  • Twitter
  • Facebook
  • Mastodon
  • Bluesky
  • Instagram