Jump to navigation

Startseite

Suchformular

  • Über FARN
    • Presse
      • FARN in den Medien
    • Referenzen
    • Transparenz
    • Kontakt
    • Spenden
  • Angebote
    • Bildung
    • Beratung
    • Qualifikation
      • Qualifikation zur FARN-Trainer*in
  • Projekte
    • Jugendverbände für Demokratie im Umweltschutz
    • Veränderung ist Mehr wert!
    • Kritische Umweltbildung (KUBI)
    • FARN-Hochschulseminar
    • FARN-Hochschulumfrage
    • Archiv
      • Regionale Netzwerke für Demokratie und Umweltschutz
      • Lernwerkstatt gegen Klimawandelleugnung und rechtsradikale Ökologie
      • Kein Blattbreit der Rechten
      • NaturSchutzRaum
  • Medien
    • Bibliothek
    • FARN-Publikationen
    • Podcast
    • Glossar
    • Downloads
      • Sharepics
  • Aktuelles
    • Nachrichten vom rechten Rand
  • Veranstaltungen

Sie sind hier

  1. Startseite

Tiere schützen, Menschen töten?

ein Kinde füttert einen Affen
© christiankarg/pixabay
CC0 Creative Commons

Wie der australische Philosoph Peter Singer „Euthanasie“ mit „Tierrechten“ und „Anti-Speziesismus“ verbindet

Die „Tötung eines behinderten Säuglings“, behauptet der australische Philosoph Peter Singer sei „nicht moralisch gleichbedeutend mit der Tötung einer Person. Sehr oft ist sie überhaupt kein Unrecht.“ [1] Thesen wie diese haben Singer zu einer höchst umstrittenen öffentlichen Figur gemacht, insbesondere in Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Vor rund 30 Jahren protestierten behindertenpolitische und linke Gruppen in der Bundesrepublik gegen seine Auftritte sowie dagegen, die Tötung behinderter Menschen in einen legitimen akademischen Diskussionsgegenstand zu verwandeln. Anlässlich eines Symposiums in Marburg im Jahr 1989, zu dem Singer eingeladen war, schrieb Franz Christoph, ein Protagonist der damaligen „Krüppelbewegung“: „Eine Veranstaltung, die sich mit dem Lebensrecht neugeborener Frauen oder Ausländer beschäftigen wollte, hätte – berechtigterweise – einen öffentlichen Proteststurm zur Folge und würde als Universitätsthema mit der Intervention der zuständigen Minister rechnen müssen. Und auch die Familienministerin in Bonn würde sich hüten, eine Schirmherrschaft zu übernehmen, wenn es nicht um geistig Behinderte ginge.“ [2]

Bis in die 1990er-Jahre fanden Singers Thesen zur „Euthanasie“ Unterstützung unter anderem von dem Elternverein „Lebenshilfe“ und der Redaktion der Emma. Mittlerweile hat das Interesse nachgelassen. Aber Singer ist nach wie vor aktiv und hat eine Gefolgschaft: 2015 wurde in Berlin erstmals der „Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung“ vergeben. Erster Preisträger ist der Namensgeber selbst.

Gegen die Verleihung wurde abermals protestiert. [3] Diejenigen, die Singer auch heute noch verteidigen, leugnen drei wichtige Sachverhalte: Erstens behaupten sie, Singer vertrete gar keine Forderungen nach „Euthanasie“, zumindest nicht in der Form, wie ihm dies in böswilliger Absicht unterstellt werde. Singer selbst hat sich wiederholt darüber beklagt, Zitate von ihm würden sinnentstellend „aus dem Zusammenhang“ gerissen. Manche seiner Anhänger*innen glauben zweitens, sie könnten den „Tierrechtler“ vom „Euthanasie“-Befürworter Singer trennen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass Singers Kritik an „Speziesismus“ und seine Forderung, die Tötung behinderter Menschen unter bestimmten Voraussetzungen zu legalisieren, Teil einer zusammenhängenden Argumentation sind. Drittens führen sie an, Singers Thesen beruhten wesentlich auf Mitgefühl. Dabei ignorieren sie anderslautende Aussagen sowie den Umstand, dass man von zumindest latenten „Todeswünschen“ gegenüber behinderten Menschen in der Gesellschaft ausgehen muss.

„Nicht weiter zur Last fallen“

Singers Hauptwerk ist die erstmals 1979 erschienene „Praktische Ethik“. Darin unterscheidet der Autor zwischen „Personen“ einerseits und menschlichen beziehungsweise nichtmenschlichen „Wesen“ andererseits, denen der Personenstatus nicht zukommen soll. Als Person bezeichnet er ein „rationales und selbstbewusstes Wesen“ [4], das der Menschheit oder einer anderen Spezies angehören kann. Nicht alle Menschen sind für Singer Personen, „schwer geistesgestörte Menschen“ [5] oder „missgebildete Säuglinge“ etwa gehören für ihn nicht dazu. [6]

Personen schreibt er einen höheren moralischen Status zu als den „Wesen“, die für ihn keine Personen sind. Er geht sogar noch weiter, wenn er schreibt: „Kein Säugling – mag er nun missgebildet sein oder nicht – hat in gleichem Maße Anspruch auf das Leben wie Wesen, die fähig sind, sich selbst als distinkte Entitäten zu sehen, die in der Zeit existieren.“ [7]

Singer unterscheidet ferner zwischen „freiwilliger“, „unfreiwilliger“ und „nichtfreiwilliger“ „Euthanasie“. Im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung (25.5.2015) befürwortet er „freiwillige Euthanasie“, also „aktive Sterbehilfe“ in einer unbestimmt großen Zahl von Situationen und Fällen: „Man sollte nicht unheilbar krank sein müssen, um Hilfe beim Suizid zu erhalten. Wer sein Leben nicht mehr für lebenswert hält (...), sollte Zugang bekommen.“ Auf die Frage der Interviewer, ob damit nicht Druck auf alte Menschen entstehen könne, sich das Leben zu nehmen, antwortet er: „Empfindet sich jemand als Belastung für seine Familie, ist es nicht unbedingt unvernünftig, dass er sein Leben beendet. Wenn seine Lebensqualität eher schlecht ist und er sieht, wie seine Tochter viel Zeit aufwendet, um sich um ihn zu kümmern, und dabei ihre Karriere vernachlässigt, dann ist es vernünftig, ihr nicht weiter zur Last fallen zu wollen.“ Die Tötung eines Menschen gegen dessen erklärten Willen, also „unfreiwillige Euthanasie“, verurteilt der Philosoph, obwohl er auch hier eine Einschränkung diskutiert. Zwar sei denkbar, dass eine Person „nicht erkennt, welche Agonie ihr in der Zukunft bevorsteht ...“; doch solchen Fällen begegne man nicht in der Wirklichkeit. [8]

„Some infants should be killed“

Anlass für die Proteste der Behindertenbewegung war und ist Singers Rechtfertigung der „nichtfreiwilligen Euthanasie“, bei der unterstellt wird, dass „ein menschliches Wesen nicht fähig ist, die Entscheidung zwischen Leben und Tod zu verstehen“. [9] Der Einfachheit halber, so Singer, konzentriere er sich auf Kleinkinder, doch seine Aussagen ließen sich „auch auf ältere Kinder oder Erwachsene anwenden (...), die auf der geistigen Reifestufe eines Kleinkindes“ verharrten; die Tötung „missgebildeter Säuglinge“ könne „nicht gleichgesetzt werden mit dem Töten normaler menschlicher Wesen“ [10], denen Singer abspricht, „Personen“ zu sein. Es sei besser, ein Kind zu töten, wenn sein Leben „so elend sein wird, dass es nicht lebenswert ist“ [11] oder wenn es eine „Bedrohung“ ist „für das Glück der Eltern und anderer Kinder, die sie vielleicht noch bekommen werden“ [12].

Singer zeichnet ein abschreckendes Bild von Beeinträchtigungen, die mit Spina bifida oder dem Down-Syndrom einhergehen können. Diesem Bild liegen offensichtlich seine persönlichen Wertungen zugrunde, die er aber nicht als solche thematisiert; vielmehr beansprucht er für sich den „Standpunkt des unparteiischen Beobachters“. [13] Auch die Tötung eines Säuglings mit Hämophilie, der „Bluterkrankheit“, hält er für gerechtfertigt, wenn niemand das Kind adoptiere und „der Tod eines geschädigten Säuglings zur Geburt eines anderen Kindes mit besseren Aussichten auf ein glückliches Leben“ führe und dadurch die „Gesamtsumme des Glücks größer“ [14] werde.

Es kann also kein Zweifel darüber bestehen, dass Singer dafür plädiert, die Tötung behinderter Kinder in einer großen Zahl von Fällen zu legalisieren. Besonders pointiert hat er seine Ansicht in einem gemeinsam mit Helga Kuhse verfassten Buch formuliert: „We think that some infants with severe disabilities should be killed.“ Für die deutsche Ausgabe haben Autor und Autorin den Satz ein wenig relativiert: „Wir sind der Meinung, dass es unter bestimmten Umständen ethisch gerechtfertigt ist, das Leben mancher schwerstbehinderter Neugeborener zu beenden.“ [15]

Derartige Ansichten sind offensichtlich unvereinbar mit den Menschenrechten oder überhaupt geltendem Recht und jeglicher Art von Humanismus. Von der nazistischen „Euthanasie“ unterscheidet sich Singers Konzeption durch die Begründung, durch den Kreis derjenigen, deren Leben als „lebensunwert“ gilt, und durch die Entscheidungskompetenz, die bei Singer nicht dem Staat, sondern den Eltern zufallen soll. Obwohl er diese Unterschiede betont, scheint er in den Gemeinsamkeiten kein Problem zu sehen: „Die Nazis haben fürchterliche Verbrechen begangen; aber das bedeutet nicht, dass alles, was die Nazis taten, fürchterlich war. Wir können die Euthanasie nicht nur deshalb verdammen, weil die Nazis sie durchgeführt haben (...).“ [16] Zur Verteidigung Singers gegen Kritik wird immer wieder angeführt, dass er jüdischer Herkunft ist und drei seiner Großeltern von den Nazis ermordet wurden. Dieser Umstand ändert allerdings nichts daran, dass sein Verhältnis zur nazistischen „Euthanasie“ widersprüchlich ist. Er glaubt, dass sein Hintergrund eine „gewisse Barmherzigkeit gegenüber Leiden gefördert“ habe (FAZ, 24.7.2011). Dazu passt allerdings nicht, dass sich ein großer Teil seines Lebenswerks um die Tötung von Menschen dreht, deren Eigenschaften sie auch zu potenziellen Opfern des nazistischen Massenmords gemacht hätte.

Irreführender „Speziesismus“-Begriff

Singer stellt einen Zusammenhang her zwischen der Forderung nach „Euthanasie“ und jener nach „Tierrechten“. „Wenn wir einen Unterschied zwischen Tieren und diesen Menschen machen“ – damit sind „Kleinkinder und geistig behinderte Kinder“ gemeint –, so geschehe dies, weil Menschen die Angehörigen der eigenen Art „in moralisch unvertretbarer Weise bevorzugen.“ [17] Seien Forscher*innen, die Tierexperimente durchführen, nicht bereit, auch „Menschen mit schwerwiegenden, unheilbaren Hirnschäden“ zu verwenden, dann sei dies „eine Diskriminierung allein auf Grundlage der Gattung“ [18], also „Speziesismus“. Ähnliche Ansichten hat Singer bereits in seinem Buch „Animal Liberation“ von 1975 vertreten, und später radikalisiert: Im Falle eines Feuers dürfe man „nicht unendlich viele Tiere verbrennen lassen, um das Leben eines Kindes zu retten.“ [19] Er beabsichtige, „den Status der Tiere zu heben, nicht aber, den der Menschen zu senken“ [20], behauptet der Ethiker. Das ist offensichtlich unzutreffend angesichts der Tatsache, dass er gegen das absolute Verbot anschreibt, (beeinträchtigte) Menschen zu töten.

Es gibt „tierrechtliche“ und „anti-speziesistische“ Positionen, die nicht mit denen von Singer in eins gesetzt werden können. [21] Trotzdem ist der von ihm zwar nicht geprägte, aber doch popularisierte Terminus des „Speziesismus“ grundsätzlich durch eine irreführende Analogie zu Rassismus belastet; er unterminiert die Gleichheit und Würde aller Menschen, indem er die moralisch bedeutsame Besonderheit von Menschen leugnet und deren Lebensrecht an bestimmte Eigenschaften knüpft. Wer grundsätzlich andere Positionen vertritt, sollte den Begriff nicht verwenden. Stellt man die Leidens- und Denkfähigkeit von Tieren ins Zentrum der ethischen Debatte, dann lenkt man außerdem tendenziell von dem menschengemachten großen Artensterben ab, das die Existenz der Menschheit selbst bedroht. Seit 1970 haben sich die Populationen von Vögeln, Fischen und Reptilien um durchschnittlich 60 Prozent reduziert, so ein WWF-Bericht von 2018. [22] Das Sterben dieser Tiere ist weniger ein Problem wegen deren Leidens- oder Denkfähigkeit, sondern deshalb, weil es das ökologische Gleichgewicht und – wie im Fall der Fische – Nahrungsketten gefährdet, an denen auch der Mensch teilhat.

Behindertenfeindlichkeit und Angst vor Beeinträchtigung

Offen blieb bisher die Frage, was Singer und seine Gefolgschaft zu ihren extrem behindertenfeindlichen Auffassungen veranlasst. In seinen Publikationen bekundet er „Mitgefühl“ und zeigt sich besorgt um das „Glück“ von Familien, das er fälschlicherweise für voraussagbar und planbar hält. Die „reichen Nationen“ sollten „viel mehr tun“, um „behinderten Menschen ein erfülltes, lebenswertes Leben zu ermöglichen“; allerdings dürften Mittel für Menschen, die „keine Personen“ seien, nicht an anderer Stelle fehlen. [23] Die „praktische Ethik“ setzt nicht nur Menschen und Tiere zueinander in Konkurrenz um das Recht auf ein (gutes) Leben, sondern auch Menschen in unterschiedlichen Erdteilen. Als Gast einer Talkshow plädierte der Australier indirekt dafür, das Geld für die Ausbildung von Blindenhunden zu kürzen und es für die Prävention von Blindheit in den sogenannten Entwicklungsländern auszugeben. [24] In einem Radiointerview sprach er sich dagegen aus, dass seine „Versicherungsbeiträge erhöht werden, damit Kinder ohne Aussicht auf Lebensqualität teure Behandlungen erhalten“ [25]. Gegenüber der NZZ erklärte er: „Hätten meine Eltern ein Kind wie mich, aber mit guten Augen bekommen, wäre das besser gewesen.“

Aus solchen Äußerungen sprechen offensichtlich weder Mitgefühl noch die Sorge um das Glück von Menschen. Vielmehr zeigt sich darin ein verstörender Rigorismus, der sich auch gegen geringfügige Abweichungen von einer imaginierten Norm wendet, und ein Gesellschaftsbild, das Konkurrenz betont und die Knappheit von Mitteln unhinterfragt als gegeben voraussetzt. Es drängt sich die Frage auf, welches Motiv Singer zu der Vorstellung führt, es „wäre (...) besser gewesen“, seine Eltern hätten „ein Kind wie“ ihn, „aber mit guten Augen bekommen“. Man könnte dies als Hinweis auf eine tiefsitzende Unsicherheit interpretieren, wenngleich diese Deutung rein spekulativ ist; denkbar wäre auch, dass Singer sich mit Kalkül provozierend äußert, um die öffentliche Aufmerksamkeit für sein Werk aufrecht zu erhalten. Die Angst vor möglichen eigenen Beeinträchtigungen kommt in diesem Werk so gut wie nicht vor, obwohl sie relevant sein dürfte für die feindselige Bewertung behinderter Menschen. Sie passt in eine sozial polarisierte Gesellschaft, die intolerant ist gegenüber vermeintlichen Schwächen und die diese Intoleranz möglicherweise mit Inklusionsrhetorik maskiert. Singers Philosophie appelliert an die Idee, sich eines Problems zu entledigen, indem man die davon Betroffenen beseitigt. Insofern wäre sie die extreme Ausformung eines allgemeinen Phänomens.

Michael Zander
Der Autor vertritt derzeit eine Professur im Fach Rehabilitationspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Der Artikel ist Teil der Handreichung "Aspekte Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Natur- und Umweltschutz".

 

[1] P. Singer (1984): Praktische Ethik. Stuttgart. S. 188.

[2] F. Christoph (1989): (K)ein Diskurs über ‚lebensunwertes Leben‘. Behinderte und ‚Euthanasie‘-Debatte. Der Spiegel, 5.6.1989.

[3] M. Zander (2015): Eine „praktische Ethik“ für heute? Gen-ethischer Informationsdienst, 230, S. 37.

[4] Praktische Ethik, S. 106.

[5] Ebd., S. 135.

[6] Ebd., S. 179.

[7] Praktische Ethik, S. 180.

[8] Ebd., S. 200.

[9] Ebd., S. 177f.

[10] Ebd., S. 179.

[11] Ebd., S. 181f.

[12] Ebd., S.180.

[13] Ebd., S. 22.

[14] Praktische Ethik, S. 183.

[15] H. Kuhse, P. Singer (1993): Muss dieses Kind am Leben bleiben? Das Problem schwerstgeschädigter Neugeborener. Erlangen. S. 25.

[16] Praktische Ethik, S. 210.

[17] Ebd., S. 76.

[18] Ebd., S. 84.

[19] NZZ, 25.5.2015.

[20] Praktische Ethik, S. 96.

[21] Siehe z.B. http://asatue.blogsport.de/2010/07/27/ein-gespenst-geht-um-das-gespenst-...

[22] https://c402277.ssl.cf1.rackcdn.com/publications/1187/files/original/LPR...

[23] Kuhse/Singer, S. 26 und 246.

[24] The Sydney Morning Herald, 5.5.2015.

[25] National Council on Disability, https://ncd.gov/newsroom/04232015; Übersetzung des Zitats von mir.

Verwandte Artikel

  • „Die Kehre“ oder: Die Romantisierung vormoderner Gesellschaften

    © Screenshot Facebook-Seite von "Die Kehre"
    In dem seit 2020 vierteljährlich erscheinenden Magazin Die Kehre – Zeitschrift für Naturschutz bemüht sich die neu-rechte Autor*innenschaft um nichts weniger als die Reformulierung und Rehabilitierung menschenverachtender Positionen, die unter dem Deckmantel von Natur- und Umweltschutz eine lange...Weiterlesen
  • Bienenfreundlich und rassistisch

    Die alltägliche Diskriminierung durch Sprache wird oft lächerlich gemacht, dabei begegnen uns koloniale und rassistische Bezeichnungen überall im Alltag. Mit einer Sensibilisierung der eigenen Sprache werden soziale Probleme und Alltagsrassismus sicher nicht gelöst, aber sie leistet als Akt der Solidarität ...Weiterlesen
  • Wolf Dieter Storl und die Rechte

    18.03.2021 | Der Ethnologe Wolf Dieter Storl hat wachsenden Einfluss auf den Esoterik-Markt und tritt seit einiger Zeit vermehrt in Interviews mit rechten und verschwörungsfantastischen Medien wie Ken Jebsen, Eva Herman oder Max Otte auf. In seinen Büchern entwirft er eine notorische...Weiterlesen
  • Umweltschutz von rechts – Ökofaschismus

    © N. Strobl/FARN
    03.03.2021 | Grün und rechts – das sind exakte Gegensätze. Vom Parteienspektrum aus gedacht stimmt das auch. Die Grünen sind eine ökologische Partei, die sich selbst aber klar links positioniert und für eine liberale und menschenrechtszentrierte Gesellschaft eintritt. Verlässt man den Blickwinkel...Weiterlesen
  • Extremen Rechten den Vogel zeigen!

    © JacekBen auf Pixabay
    Vögel haben in der politischen Sphäre als Symbole einen besonderen Platz. Das zeigt sich aktuell beim 50. Jubiläum der Wahl zum Vogel des Jahres. Alle Menschen in Deutschland können per Online-Abstimmung ihr Votum abgeben. Auch Akteur*innen der extrem rechten Szene beteiligen sich an der Wahl und werben für den Goldregenpfeifer.Weiterlesen
  • Coronakrise, Selbstversorger*innen und die Hoffnung auf eine völkische Wiedergeburt

    Der erste FARN-Podcast! Rechte Ideologien haben verschiedene Erscheinungsformen. In Zeiten der Corona-Pandemie boomen nicht nur Verschwörungserzählungen und Antisemitismus. Covid-19 ruft auch naturverbundene Nazis mit einer Vorliebe für eingeweckte Gurken ...Weiterlesen
  • Die Corona-Leugnung als rechtes Agitationsfeld

    © Von Leonhard Lenz - Eigenes Werk
    Wie esoterische und alternative Milieus gemeinsame Sache mit Neonazis machen 2.12.2020 | Mit dem Beginn der pandemiebedingten Einschränkungen des Lebens in Deutschland hat sich eine neue Protestbewegung formiert, die vor allem rund um eine Demonstration in Berlin Ende August für Aufmerksamkeit...Weiterlesen
  • Unterwanderungsversuche von rechts

    Viel mehr Natur- und Umweltschutzverbände sind betroffen als gedacht 7.9.2020 | Trifft man innerhalb des eigenen Verbandes auf Menschen mit extrem rechten Ideologien oder erfährt man Annäherungsversuche von antidemokratischen Gruppierungen an den eigenen Verband, dürfte das zunächst für große...Weiterlesen
  • Wenn nur die Anderen die Umwelt belasten – die Ideologie des Ökofaschismus beeinflusst breite Teile der Gesellschaft

    © John Darroch/Wikimedia
    27.5.2020 | Als ein Rassist im März 2019 im neuseeländischen Christchurch 51 Muslim*innen tötete und 50 weitere verletzte, wurde der Begriff „Ökofaschismus“ schlagartig in der Öffentlichkeit bekannt. Als „eco-fascist“ – Deutsch: Ökofaschist – hatte sich der Täter in einem von ihm hinterlassenen „...Weiterlesen
  • Wenn Umweltverbände plötzlich von extrem Rechten unterstützt werden

    Was sollten Natur- und Umweltschutz-organisationen tun, wenn extrem rechte Gruppierungen ihre Positionen öffentlich unterstützen – zum Beispiel auf Internetseiten, in Social-Media-Kanälen, mit Hilfe von Flyern oder auch in Parlamenten?Weiterlesen
  • Mit Namenswechsel für Volk und Natur?

    © Screenshot
    Die neue Zeitschrift „Die Kehre“ füllt die Lücke von der „Umwelt & Aktiv“ 6.5.2020 | Im Februar 2020 gab die völkische Öko-Zeitschrift Umwelt & Aktiv nach 12 Jahren ihre Einstellung bekannt. Das mag angesichts der unerwünschten antifaschistischen Aufmerksamkeit und durch Nennungen in...Weiterlesen
  • Fridays for Hubraum? Warum das Leugnen des Klimawandels in der Rechten so beliebt ist

    Für die AfD-Politikerin Beatrix von Storch ist die Sonne Schuld an der Erderwärmung und Klimaschutz bloße Hysterie von „Klima-Nazis“. Damit formuliert sie überspitzt, was die AfD in ihrer Dresdener Erklärung zur Umweltpolitik behauptet: Das Klima wandele sich, seit es eine Atmosphäre auf der Erde...Weiterlesen
  • Rassismus und Naturkunde – ein aktuelles Problem

    © Holger Krisp, Ulm, Germany (Wikimedia Commons)
    Warum der Begriff „Mohrenfalter“ erbittert verteidigt wird und Skorpione weiter „Hottentotten“ heißen werden Als moderne Wissenschaft hat die Naturkunde ihren Ursprung in den aufklärerischen Reisen von Merian, Cook, Forster, Humboldt und Darwin, die erheblich zur Erschütterung religiöser und auch...Weiterlesen
  • Die Interkulturelle Öffnung der Jugendumweltverbandsarbeit

    © Tina Birnbach, Naturfreundejugend
    Die Interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit folgt einer doppelten Strategie: Es geht zum einen um die Unterstützung der Interkulturellen Öffnung der etablierten Jugendverbände sowie der Jugendringe. Es geht zum anderen um die Unterstützung des Strukturaufbaus und der Arbeit von Migrant*...Weiterlesen
  • Menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit im Kontext Umwelt- und Naturschutz

    © Sofia Getzin
    Soziale Arbeit, Umwelt- und Naturschutz, Demokratiebildung und Prävention gegenüber Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: In welchem Verhältnis stehen diese Begriffe zueinander, welche Beziehungen existieren zwischen diesen Kontexten? Kann „die“ Soziale Arbeit ein Partner in...Weiterlesen
  • Demokratisierung gesellschaftlicher Naturverhältnisse und soziale Bewegung

    © Naturfreundejugend Deutschlands
    Was haben Baumbesetzer*innen im Hambacher Forst, Stromrebell*innen, Besetzer*innen von Feldern, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen, Aktivist*innen gegen Ressourcenextraktivismus, Klima- und Lebensmittelretter*innen gemeinsam? Sie alle setzen sich für eine Demokratisierung...Weiterlesen
  • Leugnung und Skepsis gegenüber der Klimakrise zum Schutz der imperialen Lebensweise?

    © Hermann Traub/Pixabay
    Ein Blick auf den Klimadiskurs rechtspopulistischer Parteien wie der AfD Die Klimakrise, ihre Ursachen und Folgen bekommen zunehmend mediale Aufmerksamkeit. Für politische Parteien ist es kaum noch möglich, sich zu diesen Themen nicht zu positionieren. Trotzdem gelingt es Parteien wie der...Weiterlesen
  • Prima Klima? Ein Rückblick auf die zweite FARN-Fachtagung

    Mehr als 70 Menschen kamen am 6. und 7. November 2019 zur Fachtagung der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz in die Jugendherberge Ostkreuz in Berlin und tauschten sich zu Radikalisierungstendenzen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Natur- und Umweltschutz...Weiterlesen
  • Solidarische Landwirtschaft ohne Rechte

    Foto von der "Wir haben es satt"-Demo 2018 mit Frontbanner und demonstrierenden Menschen
    Wie sich die „Wir haben es satt“-Demonstration gegen Rassisten abgrenzt Seit dem Jahr 2011 findet jeden Januar die große „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin statt. Dort protestieren Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit Natur-, Umwelt- und Tierschützer*innen sowie Aktiven der...Weiterlesen
  • Demokratischer Natur- und Umweltschutz in Deutschland

    © NaturFreunde-Archiv
    Wer die Begriffe „demokratisch“ und „Naturschutz“ googelt, wird nicht viele Treffer erhalten. Die Hälfte der Treffer handelt zudem von nichtdemokratischem Naturschutz beziehungsweise der Vereinnahmung des Naturschutzes für völkische oder rassistische Ideologien. Das kommt nicht von ungefähr. Denn...Weiterlesen
  • ‹ vorherige Seite
  • 3 von 5
  • nächste Seite ›
  • Spenden
  • Downloads
  • Presse
  • NaturFreunde Deutschlands
  • Naturfreundejugend

Eine gemeinsame Fachstelle der

Logo der NaturFreunde Deutschlands
Naturfreundejugend Logo

 

Logo der Initiative Transparente Zivilgesellschaft
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Transparenz
  • Presse
  • Twitter
  • Facebook
  • Mastodon
  • Bluesky
  • Instagram